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Dienstag, 3. Mai 2022

Kanaltal Radtour Tag 2

Um 9:00 gibt es Frühstück, das ist für Lisi und Sebastian fast ein bisschen spät, aber dafür ist es sehr reichhaltig und gut.


ich mach noch einen Abstecher in die Kirche, ich erinnere mich noch gut an das verhehrende Erdbeben von 1976, bei dem große Teile Friauls betroffen waren, dass Venzone fast vollständig zerstört und nach alten Fotos wieder aufgebaut wurde, hab ich erst bei der Reisevorbereitung nachgelesen



Um 11:00 machen wir uns auf den Weg Tag 2 unserer Radtour beginnt



In Gemona machen wir einen kurzen Stopp, Julianes Rad braucht Luft und wir alle Wasser


eine halbe Stunde später entdecken wir endlich Grafitis unter einer Eisenbahnbrücke, vor Vandalismus geschützt hinter einem Zaun, wir bleiben ein bisschen





Zwischen Vendoglio und Felettano geht es ordentlich bergauf, ich muss öfters absteigen und schieben, schön warm ist es auch, danach geht es gemütlich, leicht bergab bis Tavagnacco, wo wir uns Aperol und Wasser gönnen



und ein paar Fotoexperimente machen



die letzten 10 km brechen an, flach, aber dafür viel auf normalen Straßen, mit Kreuzungen, viel Verkehr und allem, was eine große Stadt, wie Udine eben so zu bieten hat. Unser heutiges Quartier befindet sich direkt im Zentrum, wir kommen um 18:00 an. Unser Zimmer ist im 4. Stock - aber es gibt einen Lift und unsere Räder dürfen mit uns im Zimmer übernachten



Nach duschen und umziehen ist es schließlich 1/2 8 und wir haben Hunger, wir spazieren durch Udines Zentrum und stellen fest, dass es eine sehr schöne Stadt ist, wir finden ein entzückendes Lokal und ergattern den letzten freien Tisch auf der Terasse












Montag, 2. Mai 2022

Kanaltal Radtour Tag 1

Das wollte ich immer schon einmal machen!

Wir sind gut vorbereitet für den Ciclovia Alpe Adria Radweg:
Sebastian hat sich ein neues, geländegängiges Longboard, mit mehr Power gebaut, Juliane und Lisi haben sich neue Fahrräder gekauft und ich hab mein 25 Jahre altes Hollandrad geputzt und beim Service gehabt.

Wir starten sehr, sehr früh (Aufstehen um 4:00), unser erster Zug von St.Pölten nach Wien fährt um 6:21, Harald bringt mich zum Bahnhof, wir treffen uns mit Lisi und Sebastian, die Reise fängt gleich gut an:
1. Wegen eines Polizeieinsatzes fahren wir mit 10 Minuten Verspätung ab
2. Den Wagon mit Radstellplatz für Lisis Rad gibts gar nicht, sie steht mit ihrem Rad im Gang.
3. Der Radstellplatz für mein Rad ist zu klein und gänzlich ungeeignet
4. Der Zugbegleiter verschwindet auf Nimmerwiedersehen, nachdem wir uns beschwert haben



Gott sei Dank ist die Fahrt nur kurz und ab Wien läuft es wie am Schnürchen:
Genügend Platz für unsere Räder, Sebastians Longboard, unser restliches Zeugs und uns.
Die Fahrt ist wirklich sehr gemütlich



Pünktlich um 11:11 kommen wir in Tarvis an, es hat gerade zu Regnen aufgehört und ist richtig kalt.
Jetzt heißt es erst einmal auf den Ciclovia Alpe Adria Radweg zu finden, das macht Juliane mit ihrer App und somit startet Tag 1 am alten Bahnhof von Tarvis:



Nach einer halben Stunde geht es durch den Zählpunkt, der zählt aber nicht, egal, es folgen die ersten Tunnel, Brücken und wunderbaren Aussichten






In Pontebba legen wir einen kurzen Stopp ein, die Mädels spüren ihre Füße nicht mehr, ist es das Radfahren, oder die Kälte?  Sie wissen es nicht, nach Schuhe ausziehen und ein bisschen herumhüpfen fahren wir weiter


an einigen Lost Places vorbei um uns dann bei einem einzubremsen und diesen gründlich zu erforschen




danach ist uns allen wärmer und wir fahren weiter nach Chiusaforte unserer ersten richtigen Rast, mit Kaffee trinken und Jause von zu Hause (Juliane und Lisi haben vorbildlich vorgesorgt) essen.




jetzt kommt sogar die Sonne raus, es wird spürbar wärmer und unser nächster kurzer Halt ist an der Stelle, wo Harald und ich im vorigen Herbst mit dem Cabrio gestoppt haben, jetzt bin ich also wirklich da, ich freu mich!



Haben wir uns bis Chiusaforte über jeden Tunnel gefreut, weil es in ihm windstill und etwas wärmer war, freuen wir uns jetzt, weil es in den Tunnels etwas kühler ist,
kurze Zeit später halten wir in Resiutta, da wird anscheinend ein Bahnhof restauriert und ein alter Zug will erforscht werden 





Bei Moggio di Sotto ist der eigentliche Radweg (noch) gesperrt und wir müssen ein klein bisschen abenteuerlich auf das andere Flussufer der Fella ausweichen, da zeigt sich jetzt, dass Sebastians Board wirklich geländegängig ist und ein altes Rad mit einer noch älteren Radfahrerin nach über 50 km doch an seine Grenzen stößt und hin und wieder, bei den ganz argen Steigungen, im Schotter, geschoben werden muss, aber die Gegend ist wunderschön







Um 18:30 kommen wir in Venzone an, wir haben eine sehr nette Unterkunft gebucht, mit einer lieben Wirtin, die Räder dürfen im Garten in einem Zelt schlafen, wir im ersten Stock - Stiegen steigen ist herausfordernd, zum Abendessen müssen wir einen guten Kilometer ans Ortsende gehen, am Montag haben nur zwei Lokale geöffnet, in der Ebene gehen ist okay und ein Lokal genügt uns vollauf