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Sonntag, 19. März 2023

Kuba - Tag08 - Trinidad

Wir bekommen unser Frühstück in dem kleinen Innenhof zwischen unseren Zimmern serviert. Unsere Host und ihre Tochter (sie ist Köchin) verwöhnen uns mit Früchten, Kaffee, Brot, Butter, Honig usw.



Bevor wir von unserem Taxi geholt werden, machen wir noch aus, dass wir uns heute abend in der Casa bekochen lassen werden.



Wir sind die ersten im Hafen und werden schließlich so um die 20 Personen, auf dem Boot hätten 80 Leute Platz. Barfuß geht es an Board, das Meer ist ruhig, die Sonne knallt und während wir im Schatten sitzen oder vorne auf einem der Netze sonnenbaden wird in der Kombüse unter uns eine Paella mit Meerwasser gekocht.





Nach ca. 2 Stunden sind wir am Korallenriff angekommen, hier ist die See eher aufgewühlt, Harald und Sebi wollen nicht schnorcheln, Lisi, Juliane und ich aber schon, "hab ich noch nie gemacht, wird sicher gut".

Ich tu mir ganz schön schwer, schwimmen, atmen, schauen und nicht zu weit vom Boot abtreiben (eine Schwimmweste wäre sicher kein Luxus gewesen. Ein paar bunte Fischchen und Korallen kann ich entdecken, dann heißt es wieder an Board gehen.




Jetzt müssen wir nur noch auf die andere Seite der Insel schippern und dort vor Anker gehen.


Auf einer großen Holzveranda werden jetzt die Paella und Drinks angeboten, die großen Leguane tummeln sich rund um die Veranda, wir fotografieren, essen, fotografieren, trinken...





Dann haben wir ein bisschen Zeit um die Insel zu erkunden, jetzt sind wir in der Bilderbuch-Karibik angekommen, ich finde eine kleine Muschel, wir beobachten Krebschen und finden auch noch fünf große Fechterschneckenhäuser, die wir vorsichtshalber mitnehmen.






Wir gehen schwimmen, na ja tümpeln, aber es ist wunderschön, ...wieder zurück bei der Veranda streicheln wir noch einen Leguan und sehen die Nasenspitze einer Baumratte.









Auf der Rückfahrt sind alle müde, manche schlafen sogar auf den Bänke oder dem Boden des Schiffes, kaum jemand ist im Netz, das nützen wir aus und machen eine ausgiebige Fotosession.







Zurück im Hafen, werden wir schon von unserem Taxler (hat er uns versprochen) erwartet und zur Casa zurück gebracht. Nach ausgiebig duschen gehen die Kinder Kunst kaufen, Harald und ich rasten.
Die Tochter unserer Host kommt mit ihrer Freundin und ihrem Mann (der ist Barkeeper) und machen sich in der Küche zu schaffen.


Die Kinder sind zurück, auf der Terrasse ist gedeckt, kaum haben wir unsere Drinks bekommen, beginnt es zu tröpfeln, also übersiedeln wir unters Dach und dann bekommen wir ein 5gängiges Luxusmenü serviert: gebackene Bananen, Suppe, Salat, Fleisch oder Fisch mit Reis und Bananen, Flan mit Kaffee, Wein, Bier und natürlich gut gemixte Cocktails, am Ende eine Rechnung über € 71,--, wir zahlen gerne € 80,-- und beide Seiten sind zufrieden und glücklich.






Morgen geht es schon wieder weiter, also möchte ich mich noch von Trinidad verabschieden, Juliane begleitet mich, wir gehen durch den romantisch beleuchteten Park, dann durch eher dunkle, bissi unheimliche Gassen, auf dem Gehsteig steht eine brennende Aschenlade, wir kommen an einer Apotheke vorbei und schauen dann, dass wir zurück in die belebteren, touristischen Gassen kommen, der Kunstladen hat noch auf, Juliane ist soooo lieb und kauft mir ein Bild.





Samstag, 18. März 2023

Kuba - Tag07 - Trinidad

Wir frühstücken wieder einmal königlich, im Innenhof ist für uns gedeckt, ich leg mir Weste und Schal auf den harten Metallsessel um ein bisschen weicher zu sitzen. 
Heute werden wir wieder von einem Classic Car abgeholt, einem Oldsmobil, für 75,-- Euro bringt uns der Fahrer nach Trinidad. Weil wir ganz schön flott aufbrechen und ich sowieso ein bissl schusselig bin, lass ich Schal und Weste liegen - okay, das ist jetzt meine Unterstützung für das Kubanische Volk, Julie hat uns ja erzählt, dass alles, was wir in einem Hotelzimmer (Kleidung, Kosmetik, Papier, Etecsakarten...) liegen lassen, sicher nicht weg geworfen, sondern einer Weiterverwendung zugeführt wird, außerdem mussten wir beim Buchen unserer Unterkünfte einen Reisegrund anhaken und da haben wir uns immer für "Unterstützung des Kubanischen Volkes" entschieden.



Entlang der Küste ist leider gerade Krabbenwanderung, der Fahrer fährt vorsichtig, trotzdem knirscht es immer wieder unter den Reifen (Foto hab ich mir von Olaf Görtler ausgeborgt, ich selbst hab vergessen ein Bild zu machen). Unser Fahrer fährt durch bis Trinidad, er ist nicht gesprächig, aber bringt uns sicher ans Ziel.




Juliane nimmt Kontakt mit unserer Host auf, die kommt und sperrt uns das Haus auf. Heute und morgen wohnen wir in einem Haus, das einem nach Belgien ausgewanderten Kubaner gehört und von einer Nachbarin "verwaltet" wird, die ist sehr nett, das Haus verfügt über drei Zimmer und eine Küche im Erdgeschoss, zwischen den Zimmern sind kleine Innenhöfe und oben eineinhalb Dachterassen mit einem überdachten Aufenthalts/Wirtschaftsraum.




Nach ein bisschen "Ankommen" machen wir uns auf den Weg zu "Kubatours", dort buchen wir für morgen einen Ausflug mit einem Katamaran auf eine einsame Insel, auf der Leguane und Baumratten leben, Taxi zum Hafen ist inklusive, es holt uns morgen um 8:20 ab. Bezahlen mit Kreditkarte ist kein Problem, so brauchen wir kein Bargeld.

Wir gehen wieder einmal getrennte Wege, Sebi und Lisi wollen das mit dem Bankomat noch einmal probieren und wir machen eine Stadtrunde, Trinad ist ländlich, bunte, meist ebenerdige Häuser mit vergitterten Fenstern, viele Ateliers, wo man Bilder kaufen kann, gemalt wird auf allem: alten Zeitungen, Karton, altem und neuem Papier, auch die Verpackungen sind recycled. Außer Ateliers gibts eine Salsatanzschule nach der anderen, kleine Läden (die verkaufen hauptsächlich Schmuck, Kitsch, Andenken, Mitbringsel gehäkelte Bikinis) und natürlich Restaurants... Wir finden einen kleinen Laden, in dem es Ansichtskarten und Marken gibt und kehren schließlich auf der Treppe der "Casa de la Musica" ein, wir bestellen Mojito und Bier und da kommen auch schon Lisi und Sebi, die waren erfolgreich Geld abheben, haben Kuchen und Coca Cola (eine absolute Seltenheit in Cuba) beim Bäcker gekauft.







Nach einer halben Stunde fängt es ordentlich zu Schütten an, in der Casa hätten wir Schirme, so übersiedeln wir kurz entschlossen unter das kleine bisschen Dach, dass das Cafe zu bieten hat und sitzen den Regen aus...,




dauert nicht lange und wir sind wieder unterwegs, auf den Straßen ist alles nass, kleine Bächlein rinnen über das grobe Pflaster. Jetzt gehen wir ein paar Häppchen essen und probieren Canchanchara, den Kubanischen Cocktail schlechthin, der angeblich in Trinidad von Sklaven erfunden wurde.






Canchanchara
 

das ist übrigens die KÜCHE



Wir gehen in unsere Casa zurück, Juliane schreibt mit unserer Host, dass wir morgen um 1/2 8 Uhr Frühstück möchten, hier haben wir W-Lan, allerdings nur mit Etesca Karte. 

Wir drehen noch eine "Vor-dem-Abendessen-Runde", auf dem Plaza Major spielen ein paar Buben Fußball, wir gehen weiter, zur "Eremita de Nuestra Senora de la Candelaria de la Popa", einer Kirchenruine auf einem Hügel, vorher müssen wir an einem brennenden Misthaufen und Slums vorbei, der Weg zur Kirche ist allerdings schön gepflastert und gepflegt, immer diese enormen Gegensätze.










Oben angekommen, bemerken wir, dass um die Kirche ein Wellblechzaun errichtet wurde, aber der Blick auf  Stadt und den Sonnenuntergang ist auch magisch, gleich nebenan ist ein Nobelhotel, scheint aber geschlossen zu sein, davor sitzen drei Musiker und faszinieren uns mit ihren typisch kubanischen Klängen und einem tollen Instrument, einer "Marimbula", an Haralds interessiertem Blick erkennen die Herren gleich, dass er vom Fach ist und so wird er natürlich sofort genötigt, das Instrument auszuprobieren, schließlich kaufen wir eine CD, verabschieden uns und gehen wieder runter in die Stadt, auf die Suche nach einem Restaurant.






Schließlich werden wir fündig, nehmen auf der Dachterasse Platz, bestellen und bekommen Getränke, auch eine Speisekarte, werden aber ab da konsequent ignoriert, dafür baut der Kellner seinen Zigarrenverkaufsstand mit viel Liebe und Geduld auf, das übersteigt unsere Geduld und wir wechseln das Lokal. Wieder rauf auf die Terasse, kaum haben wir unsere Getränke, beginnt es zu Regnen, also übersiedeln wir einen Stock tiefer, zu Band und Riesenflatscreen, es läuft die Basballmeisterschaft und Kuba spielt gerade. Trotzdem ist der Kellner süß, das Essen gut und die Band dezent