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Montag, 28. April 2025

Opatija - Matulji - Muggia - Grado

Zum Frühstücken gehen wir wieder zu in unser nachbarhotel, wo uns der nette Kellner von gestern, wie langjährige Stammgäste begrüßt.


Dann checken wir aus, problemlos und easy, die Mitarbeiterin ist sehr freundlich und wir dürften sogar den Parkplatz noch bis Nachmittag behalten


Aber wir haben andere Pläne, denn ich will nach Muggia, einen kleinen Fischerdorf zwischen Triest und Slowenien, oder von hier aus gesehen zwischen Slowenien und Triest. Der Weg führt uns aus Opatija hinauf ins Gebirge und da gibt es einen Wegweiser zum Bahnhof Matulji, dem Bahnhof der K&K Reichsbahn, mit dem der touristische Aufstieg Opatijas (oder Abbazias wie es früher hieß) begonnen hat.






Dann fahren wir weiter quer durchs Land, verlassen Kroatien, durchqueren Slowenien und landen schließlich in Italien, streifen Triest und parken uns am Parcheggio Pubblico ein. 



Nach einem knappen Kilometer gemütlich neben dem Meer (mit Blick auf den Triestiner Hafen) dahin wandern erreichen wir die beschaulich, "ruhige" Altstadt von Muggia...



...und werden durch einen Höllenlärm begrüßt, laute Musik, Stimmen aus Lautsprechern, die Straße gesperrt, ein Riesenspektakel. Die Ordnerin, die uns am Weitergehen hindert, erklärt, dass ein "Lauf" stattfindet und wir eh bald weiter dürfen. Ich seh in der Entfernung Kinder in blauen T-Shirts und auf mein Nachfragen, werde ich aufgeklärt, ja, es laufen Kinder und zwar, die Kinder, die die Primarstufe beenden laufen symbolisch zu ihrer neuen Schule, der Sekundarstufe I. Das find ich süß und feuere mit den Mamas und Papas gemeinsam die aufgeregten Kids an.




Wir überqueren, die wieder freigegebene Piazza Marconi und erreichen den süßen Hafen, finden einen freien Tisch unter einem Olivenbaum und bestellen Kaffee und ein Croissant (für mich)









Gut gestärkt machen wir uns auf, Muggia zu erkunden, im inzwischen wieder frei gewordenen Rathaus befindet sich ein Info Point, ich hol mir einen Stadtplan und viele Erklärungen, weiß jetzt wo die heute geschlossenen Museen sind, wo welcher Bus wegfährt, dass das Castello in Privatbesitz ist und als "Geheimtipp", dass ich die Kirche "Crocefisso" besuchen soll.




Wir durchschlendern den gesamten Ort, so süß, die vielen kleinen Gässchen, die Ruhe, die Stimmung, welch Kontrast zu Opatija








Weiter gehts über Landstraßen, Bergdörfer, immer knapp an der Slowenischen Grenze Richtung Grado



Und dann checken wir im Hotel Milano ein, in jenem Hotel, wo wir schon 2002 unseren ersten Gradourlaub verbracht haben... und es hat sich fast nix verändert und das ist gut so




Wir lassen uns unser Auto parken und gehen spazieren.
Auch in Grado selbst ist (fast) alles so wie es immer war:

baufällige Häuser sind noch immer baufällig

Zu Aperol und Bier gibts Chips

Das beste Eis ist von Antoniazzi
heuer in der Waffel, schlechte Idee!

hier wird bald gebaut


so soll es dann angeblich aussehen


da wird schon gebaut
voriges Jahr haben wir beim
Abriss zugeschaut

so schauts am Hafen aus...

...und so, wenn die Sonne untergeht


Sonntag, 27. April 2025

Opatija - Lovran - Volosko

Gut ausgeschlafen schnapp ich mir als erstes mein Teleobjektiv um festzustellen, welches Riesenschiff da genau vor uns ankert, in der Nacht dachte ich, dass es ein Kreuzfahrtschiff sein könnte, weil es so schön beleuchtet war, aber nein es ist ein Riesencontainerschiff:



Wir gehen frühstücken ins Vongola (wo wir gestern schon Kaffee und Aperol trinken waren), es gibt Omlett und Ham and Eggs, danach sind wir pappsatt. Dann noch einmal zur Touristeninfo (hab mir gestern schon einen Stadtplan geholt), heute interessieren uns die Busverbindungen nach Volosko und Lovran. Die Mitarbeiterin ist sehr lieb und erklärt mir alle Möglichkeiten und gibt auch noch Tipps, zu anderen Sehenswürdigkeiten wie Veprinac (mit Bus hin und zu Fuß zurück). Wir bleiben erst einmal bei LOVRAN. Der Busbahnhof ist gleich in der Nähe hinter einem kleinen Park.



Lovran ist ein kleiner mittelalterlicher Ort mit Stadtmauer und schmalen, verwinkelten Gässchen. Es dürfte gerade eine Taufe, Hochzeit oder sonst eine Feier stattfinden, denn uns begegnen viele hübsch gekleidete Familien, vor der Kirche sind weißbetuchte Tische aufgestellt, wir fühlen uns ein bisschen wie Eindringlinge und biegen in eins der kleinen Gässchen ab. Das Zentrum haben wir schnell durch und verlassen die Altstadt hinunter Richtung Hafen






Hier beginnt der Lungo Mare und wir befolgen den Tipp der Dame aus dem Tourismusbüro und gehen so weit es uns freut, kehren auf einen Kaffee ein, genießen die Aussicht und das schöne Wetter.






Beim Krankenhaus verlassen wir die Promenade und warten bei der nächstgelegenen Busstation auf den nächsten Bus, zurück in Opatija ists schon wieder Zeit für ein Getränk und wir kehren im Cafe Wagner (das ist direkt gegenüber unseres Apartements und da schauen wir seit Gestern in den Gastgarten) ein. Eh nett, schöne Aussicht, aber ganz schön teuer.


Wir gehen noch ein bisschen spazieren, heute ist schon wesentlich mehr los als Gestern, aber keine Rede von überrannt und genießen dann noch den Luxus unserer schönen Terasse






Wir gehen Abendessen, dann noch eine Runde spazieren und verbringen den Abend auf der Terasse





Unseren zweiten und eigentlich auch schon letzten kompletten Opatijatag beginnen wir mit einem Frühstück im Gastgarten (eher Park) des Hotels Imperial, der Kellner ist sehr nett, die Musik aus den Lautsprechern angenehm, bissl Swing, bissl Jazz. Wir bestellen Kaffee und Croissants und lassen es sehr gemütlich angehen.



Wir wissen wo und wann der Bus nach Volosko abfährt und fahren hin. Volosko ist eine süßer, sehr ursprünglicher Fischerort, mit einem kleinen Hafen, vielen Lokalen und Geschäftchen.





hier endet der Lungo Mare und wir spazieren bis Opatija (3,6 km) zurück













Nach einer kurzen Rast im Zimmer haben wir Gusto auf Bier bzw. Aperol und machen uns auf die Suche nach einem geeigneten Lokal, das ist heute gar nicht so einfach, denn überall, wo's uns gefallen würde, sind schon alle Schattenplätze besetzt und heute braucht es (endlich!) Schatten. Wir finden schließlich ein sehr gemütlich anmutendes Lokal mit einer großen überdachten Terasse und einem freien Tischchen mit Blick aufs Meer. Herz was willst du mehr, ah ja Bier und Aperol - gibt es aber leider nicht, no alcohol! Da sind wir baff, trösten uns aber mit einem hervorragenden Affogato und kehren später noch in einem anderen Gastgarten ein.



Wir gehen Abendessen und gleich neben unserem Lokal führt eine schmale Stiege Richtung "Amerikanische Gärten" und natürlich, für mich ein Zeichen, für Harald ein Pech, nach dem Essen muss ich dort hin. Harald begleitet mich tapfer, steil bergauf bis zur Brücke über die Straße (da sind wir gestern mit dem Bus drunter durch gefahren). In die Gärten muss ich allein gehen



Das wäre der perfekte Ort um zu flanieren, ein gutes Buch zu lesen, ein Aquarell zu malen, die Vegetation zu bewundern und/oder nur die wahnsinnig schöne Aussicht zu genießen



Die Aussicht genieß ich eh, aber geh natürlich doch bald zurück (hab auch weder Buch noch Malsaachen mit, aber lass es als Tipp hier!), denn Harald wartet und wir müssen ja auch wieder runter gehen.

Dafür haben wir uns jetzt aber einen Abschiedsdrink auf unserer Terasse verdient. Das Containerschiff hat sich übrigens keinen Zentimeter bewegt und auf der Straße unter uns treffen sich immer wieder Autofahrer mit ihren PS starken Boliden auf ein Hatzerl, so haben wir ein bisschen Abendunterhaltungsprogramm.