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Mittwoch, 5. Oktober 2022

Kreta Roadtrip Tag5

Der Plan war: Koffer packen, Frühstücken gehen, auschecken, weiter fahren. Die Realität war: Koffer packen, kein Lokal finden, das schon vor 10:00 aufsperrt (trotz anderslautender Zeitangaben im Internet oder an der Türe - aber das ist eben Kreta), also nach einer Altstadtrunde erst zurück ins Hotel, auschecken, Koffer ins Auto bringen und dann erst Frühstücken, im Endeffekt wieder bei der Kirche St.Nikolas





Gut gestärkt fahren wir nach Rethymnon, dort hab ich in meiner Jugend einen ganzen Sommer verbracht und bin neugierig, ob ich noch irgendwas kenn


Die Strandpromenade mit den Palmen ja, auch der Hafen mit Leuchtturm ist in meiner Erinnerung, aber sonst, sorry, keine kleinen Tavernen oder Kafinos, ist aber auch schon über 40 Jahre her und damals wurde Kreta gerade "entdeckt"...














Nach Kaffee, Frappe und einem kleinen Stadtbummel starten wir noch einen "Erinnerungsversuch" und fahren in die Richtung von Spiro`s Haus, wo ich damals gewohnt hab, ich weiß es ging bergauf und es war immer ein bisschen windig und auf den wenigen Fotos, die ich von damals hab, sieht man, viel braune Landschaft und zwei Häuser. Wir kommen am Schwimmbad vorbei, an das erinnere ich mich seltsamerweise. Jetzt stehen auf dem Hügel eine Menge Neubauten, wir parken und versuchen zu Fuß unser Glück, a ja, die Kirche, die kenn ich auch, da war ich auf eine Hochzeit eingeladen, aber sonst, blitzt nichts auf - macht nix ich füll mein Hirn einfach jetzt mit neuen Erinnerungen






Immer wieder sehen wir Hubschrauber knapp übers Meer fliegen, Wasser holen, in den Bergen brennt es, na super, da müssen wir jetzt drüber, aber der Brand ist weit von unserer Route entfernt, wir sehen nur ein bisschen Rauch


Ankunft in Agia Galini, wir haben Zimmer mit Aussicht aufs Meer in einer entzückenden kleinen Pension, bewirtschaftet von einem netten Pärchen, wir richten uns ein, und gehen zum Hafen




Unsere Aussicht










Wir sind begeistert, Der Ort pickt am Berghang, es gibt endlich weißblaue Häuser und zum Abendessen suchen wir uns ein Lokal mit Blick auf den Sonnenuntergang aus. Leider ist es auch sehr windig, laut unseren Wirtsleuten hat es heute erst begonnen und dauert normalerweise 3 Tage, das sind keine guten Aussichten, wir wollten doch morgen nach Prevelli zum Baden fahren



Zurück zur Pension nehmen wir einen Abschneider durch einen alten "Kriegstunnel" und nach ein bisschen Katze streicheln für mich und einem Gute-Nacht-Zigarettchen für die Anderen gehts ins Bett.




Dienstag, 4. Oktober 2022

Kreta Roadtrip Tag4

 Heute frühstücken wir "auswärts", gleich ums Eck von unserem Hotel finden wir ein kleines Kafino, da gibt es Kaffee und ein Croissant (für mich). Lisi hätte gerne ein Sandwich, die Kellnerin nimmt die Bestellung zwar auf, aber als sie uns den Kaffee und mein Croissant bringt, meint sie, dass das mit dem Sandwich wohl eine Stunde dauern wird


so lange wollen wir aber nicht warten, wir holen Harald ab (dem gings in der Früh nicht so gut) und machen heute einen Chania-Tag. Zuerst schauen wir zur berühmten Markthalle, die wird allerdings grade entkernt (das hatten wir voriges Jahr in Porto auch schon)


wir schlendern weiter zur St.Nikolas-Kirche, die hat eine bewegte Geschichte: Sie wurde zur Venezianischen Zeit als christliche Kirche erbaut und dann von den Türken in eine Moschee verwandelt, die einen der Türme zum Minarett umbauten. Nach dem Anschluss Kretas an Griechenland setzte man dem Minarett einfach ein Kreuz auf











Gleich am Kirchenplatz finden wir ein nettes Kaffee und da wird jetzt erst einmal wirklich gefrühstückt, es regnet ein bisschen und frisch gestärkt wandern wir zum Leuchturm (wir und noch eine Menge anderer Touristen, wie eine Ameisenstraße), es ist ziemlich windig und der Himmel imposant







Jetzt besteigen wir den Kastelli-Hügel. Hier lag die Minoische Stadt, später der Palast des venezianischen Stadthalters, jetzt ist es wohl von "Rosa Nera" besetzt. Lisi freundet sich mit einem Hündchen an, wir schaukeln ein bisschen und genießen den Blick auf den Hafen














Am Fuße des Hügels gibt es nicht nur aktuelle "Ruinen", sondern auch minoische Ausgrabungen, wir stärken uns mit Granatapfelsaft und erklimmen den nächsten "Berg", die Schiavo-Bastion









Nach einem Abstecher ins Boheme und einer kurzen Rast im Hotel, gehen wir zum letzten Mal in Chania zum Abendessen, wieder im Venezianischen Hafen. Zurück zum Hotel machen wir heute einen kleinen Umweg und flanieren den Stadtstrand entlang