Mittwoch, 10. Dezember 2025

Paris Tag 01

Wir haben (mit kurzen Unterbrechungen) gut geschlafen und erwachen gegen 8:00 irgendwo zwischen Straßburg und Paris, aber sicher schon in Frankreich .


Geplante Ankunftszeit wäre 9:38, also Zeit genug für Morgentoilette, Frühstück, unser Zeugs zusammenpacken



Wir haben Verspätung und nähern uns nur sehr langsam unserem Ziel dem Gare de l'Est, aber um 10:43 fahren wir endlich ein, der Bahnhof empfängt uns weihnachtlich geschmückt und mit seiner einzigartigen Architektur.


Juliane hat ein Schließfach (City Locker) gebucht und da bringen wir unsere Koffer und Rucksäcke gut unter, den Schlüssel für unser Appartement bekommen wir erst ab 14:00. Nur mehr mit leichtem Gepäck zieht es uns Richtung Seine.



Ein kurzer Auslagenstopp bei "Design & Nature" einem sehr besonderen Tierpräperator:



In der Galerie Vivienne befindet sich eine ganz wunderbare Papeterie - hier tätige ich meinen ersten Einkauf, 3 sehr kitschige Weihnachtskarten




Dann schlendern wir durch den "Jardin du Palais Royal", da schauts etwas dezemberlich grau aus, aber die Stimmung ist schön, so ruhig und entschleunigt und die Sonne überlegt, ob sie sich durchsetzen soll.



Beim "Palais Royal" schließlich gehts etwas hektischer zu, gefühlt alle InfluenzerInnen haben sich hier versammelt um DAS Bild mit den gestreiften Zylindern zu machen.




Wir kommen bei Emelies Appartement vorbei und durchqueren schließlich den Louvre, wie beeindruckend, wie schön



Bei der pont du Carrousel gehen wir runter zur Seine


Wir sind reif für eine Pause und essen unsere Schokoschnecken und jetzt kommt die Sonne kurz raus, als ob sie uns begrüßen möchte, oh, wie herrlich ist es hier



Von der "Pont Neuf" haben wir einen guten Blick auf den Eiffelturm.


Wir wenden uns wieder nach links und besuchen das "Samaritaine" ein wunderschönes altes, exquisites Kaufhaus, in reinster Art Deco Architektur, mit Securities am Eingang und sehr schönen Damen an den einzelnen Verkaufstresen, ich fühl mich wie in einer Filmkulisse bzw. auf Zeitreise. Eine Verkäuferin spricht mich an (so nett und freundlich), ob ich das erste Mal in Paris bin und empfiehlt uns unbedingt ins oberste Stockwerk zu fahren wegen der tollen Architektur, das machen wir und aufs WC gehen wir auch (darum sind wir eigentlich hier)


Jetzt ist es schon 14:00, drum gehen wir zur Metro und kommen bei einem Photofix-Automaten vorbei


Das wollte ich immer schon einmal machen

Unser Schlüssel ist in einem Geschäft in einem Schließfach hinterlegt, wir holen ihn und gönnen uns erst einmal einen Cappuccino


Dann fahren wir mit dem Bus zum Schließfach, holen unsere Koffer und fahren mit dem Bus wieder zurück, oh, was für eine bezaubernde Gegend, Juliane hatte recht, hier gefällt es mir, wir überqueren den Canal Saint-Martin


und zwei mal um die Ecke und wir sind auch schon da. Wir steigen die Wendeltreppe hoch zu unserer Wohnung für die nächsten Tage.


Das Haus ist schön, das Appartement wäre es grundsätzlich auch, ist aber schon ein bisschen abgewohnt und sehr klein. Gut, dass wir auch nicht gerade groß sind. Das ist die Aussicht (6. Stock, 111 Stufen)


Wir richten uns so gut es geht ein, das W-Lan funktioniert nicht, aber wir haben 1 Bett, 1 Regal, 1 Badezimmerchen, 1 kleine Küche, 1 Sofa, 1 wackeligen Stehtisch, 1 kleines Tischchen, Elektroheizkörper und ein WC. Juliane schreibt unserer Host wegen dem W-Lan, wir verlassen das Haus, gehen einkaufen (Wasser, Kaffee, Milch) und weiter in ein Koreanisches Restaurant, dort kaufen wir uns "Bupbap" zum Mitnehmen und gehen heim essen.





In der Zwischenzeit hat sich unsere Host gemeldet und meint am Besten FI ab- und wieder aufdrehen, das machen wir (macht Juliane!), funktioniert.
Zufällig les ich auf Instagram, dass man Anspruch auf 25% Entschädigung hat, wenn ein Zug mehr als 1 Stunde Verspätung hat.
Na bitte, dann hat sich die Zugverspätung heute vielleicht sogar bezahlt gemacht, Juliane füllt gleich das Online-Formular der ÖBB aus.
Um 22:00 fall ich ins Bett.

Dienstag, 9. Dezember 2025

Mit dem Nachtzug nach PARIS

Paris ist immer eine gute Idee, behauptet meine Tochter und weil ich ja im Sommer mal kurz Pariser Luft schnuppern durfte und gerne mehr möchte, ist es heute so weit:

Die Nachtzugverbindung wird in fünf Tagen eingestellt und weil ich ja so gerne einmal Schlafwagen fahren wollte, machen wir das jetzt und zwar ordentlich:

Mein Koffer ist gepackt, Tinkabell und ich sind fahrbereit


Ich park mein Auto in der Garage am Bahnhof in St.Pölten und fahr (dank Klimaticket) erst einmal in die falsche Richtung, mein erstes Ziel: Wien Hauptbahnhof


Dort treffe ich mich mit Juliane, wir starten unsere gemeinsame Reise, richtig gemeinsam, mit einem Besuch in der ÖBB Lounge, denn der ist bei den Schlafwagentickets dabei.




Nach einer halben Stunde gemeinsam chillen, gehen wir zum Bahnsteig, unser Zug fährt gerade ein.
Unser Abteil ist schnell gefunden, es ist klein, aber fein, wir haben drei Sitzplätze, also genügend Platz für uns zwei. Wir fahren pünktlich ab, ich freu mich. Für jede von uns gibt es ein Packerl Wasser und ein Sackerl, mit Schlafmaske, Ohrstöpseln, Stoffschlapfen, kleinem Handtuch, Gummizeug, Knabberzeug, einer Frühstücksliste zum Ausfüllen und einem Kugelschreiber.


Wir machen es uns gemütlich und dann kommt der Steward und hat noch ein Geschenk für uns, außerdem erklärt er uns, dass wir ihm läuten sollen, wenn wir die Betten gemacht haben wollen, unsere Frühstücksbestellung nimmt er auch gleich mit.


Na bitte, gehts uns gut, wir haben genug zu Essen und zu Trinken mit und freuen uns auf unsere gemeinsame Reise, die ja schon in vollem Gange ist.


Um 23:00 klingeln wir unserem Steward, der bittet uns kurz auf den Gang und ruck zuck sind die Sitze verschwunden und zwei Betten gemacht, ich darf unten schlafen (weil ich ja zum aus dem Bett fallen neige). Juliane schläft oben, ich hab von Zuhause ein paar Gurten mitgenommen und mit denen bastelt sie sich einen zusätzlichen Rausfallschutz.

Das wollte ich immer schon einmal machen


Klo ist am Gang (Dusche gäbs auch), Miniwaschbecken haben wir im Abteil - Katzenwäsche geht sich aus.



Gegen Mitternacht liegen wir brav in unseren Betten und lassen uns vom Zug in den Schlaf schaukeln, wir sind schon in München.

Sonntag, 7. Dezember 2025

Weihnachtswanderweg 01

In Weinburg gibt es schon seit zehn Jahren einen "Weihnachtswanderweg", meine Freundin Maria hat mir irgendwann davon erzählt. Ich bin auf der Suche nach einer Adventmarktalternative und darum sind wir jetzt hier. Schon auf dem Zufahrtsweg begleiten uns die roten Mützchen. Wir starten bei der "Waldkapelle", die kenn ich schon lange und dort hat die liebe Klara 2021 ihre Hochzeit gefeiert.


Der Weihnachtswanderweg ist nicht mehr und nicht weniger, als ein ein Kilometer langer Weg durch den Wald, mit mehr als hundert liebevoll geschmückten Weihnachtsbäumen.










So süß, so niedlich und vor allem so liebevoll und aufwändig wie diese Bäume geschmückt sind, ich bin hin und weg. Das letzte Stück des Weges führt entlang des Waldes 



Schließlich geht er quasi natlos in das Privatgrundstück der lieben Roswitha über, der ganze Garten ist ein einziges Dekoparadies


In ihrem Gartenhaus lädt sie zu Punsch, Keksen und Plaudern ein, sie erzählt uns, dass sie Tagesmutter war und mit den Kindern viel Christbaumschmuck gebastelt hat und dann eines Tages auf die Idee kam, gemeinsam mit den Kindern einen Baum im Wald zu schmücken



Mit jedem Jahr wurde es mehr Schmuck (hauptsächlich aus Spenden) und wurden es auch mehr Bäume. Mitlerweile helfen noch drei Frauen kräftig mit, "nur" ihren Garten, den schmückt sie ganz alleine.


Wir haben lange getratscht und geratscht, am liebsten würde ich noch länger sitzen bleiben und bis 16:00 ausharren (denn da schalten sich bei manchen Bäumen auch noch zusätzlich Lichterketten ein), aber es ist erst früher Nachmittag, also spazieren wir zurück. Aber ich komm sicher wieder.