Sonntag, 14. Dezember 2025

Paris Tag 05

Und schon ist der letzte Tag unserer Reise angebrochen, ein bisschen traurig bin ich, aber auch froh, ich glaub, ich brauch jetzt ein paar Tage in unserem Haus auf dem Land, um die vielen Eindrücke zu verarbeiten. 
Für heute haben wir noch einen gut getackteten Plan, denn unser Flug geht erst  um17:55. Wir wollen nach Clichy und Montmartre. Ich möchte Juliane den Ort zeigen, in dem ich im Sommer mit Lisi und Sebi (und auch sehr glücklich) war und Montmartre wollen wir beide noch einmal sehen und ein Kerzerl in "Eglise Saint Pierre" anzünden.
Wir trinken noch einmal einen letzten Kaffee in unserem nicht sehr einladenden Appartement und dabei stellen wir fest, auch wenns nicht wirklich gemütlich war, wir hatten alles, was wir brauchten, und wir hatten uns und PARIS hatten wir auch, und es fühlt sich schon sehr parisienne an, in einem winzigen Appartement im 6. Stock zu wohnen. Ja das wars jetzt also, Koffer sind gepackt, Tinkerbell ist ready to fly, die 111 Stufen müssen wir noch runter, es ist fünf Minuten vor 10:00.


geschafft:


Direkt vor unserer Haustüre wäre heute Markt, mit Koffern über den Markt zu schlendern fühlen wir aber nicht, also marschieren wir lieber gleich zum Franprix die Wohnungsschlüssel abgeben.




Und da kommt unser Plan ein bissl ins Schleudern, erst fällt der Bus mit dem wir zum City Locker fahren wollten einfach aus, wir warten auf den nächsten und fahren mit dem dann versehentlich eine Station zu weit. Also ein ganz schönes Stück retour marschieren und die Koffer und Rucksäcke einsperren. 


Trotzdem sitzen wir schon um 11:00 in der Metro Nr. 3, in Saint Lazare müssen wir umsteigen und, ja es gibt auch Metro Stationen, die nicht schön und einladend, sondern eher abstoßend und bedenklich aussehen




um 1/2 12 sind wir in Clichy, ich fühl mich wie zu Hause und ich zeige Juliane alles, wir gehen an meinem Hotel vorbei, durch den Park (da ist Weihnachtsrummel), bei einigen Restaurants vorbei und schließlich zu dem Sportplatz, mit den vielen schönen Streetartbildern vom Sommer.






Beim Eingang sitzt ein Wachmann, der uns gekonnt ignoriert, wir schauen uns alles an, als wir schließlich beginnen Selfies zu machen erhebt sich der Wachmann, ist auf einmal ganz freundlich und bietet uns an Fotos zu machen.



Jetzt noch über einen kleinen, feinen Weihnachtsmarkt schlendern, und kurz ins "Columbus" auf einen Coffee to go und einen Klobesuch



Das war auch schon unser Ausflug nach Clichy, aufs Land, mit der Metro Linie 13 fahren wir nach "Place de Clichy", es ist schon 13:15, recht viel Zeit haben wir nicht mehr.



Wir erklimmen Montmatre auf einer für mich neuen Route, vorbei an der "Ich Liebe Dich - Wand" geht es bergauf und bergauf, bis wir auf dem "Platz der Künstler" ankommen











Wir besuchen die Kirche "St.Pierre de Montmartre" und zünden zwei Kerzerl an, das war uns beiden wichtig, jetzt sind wir fast durch mit den Dingen, die wir heute noch unbedingt machen wollten.





Weihnachtsdeko in Montmartre

Der Eifelturm hüllt sich in Nebel

Sacre Coeur

ein Weihnachtsmänner-frauen-chor

Wir warten nicht, bis der Chor zu schmettern beginnt, sondern marschieren runter, Richtung Metro, auf halber Höhe packt Juliane unseren Sekt von Gestern Abend und zwei Pappbecher aus, wir stoßen auf diese wunderschöne, sehr harmonische Reise an und trinken im Gehen, weil schön langsam wirds eng mit der Zeit.




Jetzt noch mit der Metro zu unserem Schließfach, Koffer schnappen und mit der nächsten Metro zum Flughafen Orly fahren






Um 16:15 sind wir am Flughafen, Jause kaufen, einchecken, alles easy, nur hier ists mit der französischen Freundlichkeit nicht mehr so weit her, wir lassen uns die gute Laune aber nicht verderben, so schön wars, heim fliegen wir mit einer funkelnagelneuen Maschine von Transavia, wir starten und landen pünktlich und um kurz nach 22:00 bin ich daheim.

Samstag, 13. Dezember 2025

Paris Tag 04

Unser letzter "richtiger" Paristag. Auf dem Plan stehen: Notre Dame, Ile de la Cite, Blumenmarkt am Place Louise Lepin, Trocadero und endlich der Eifelturm aus der Nähe.
Nach einem stärkenden Kaffee (danke Juliane) verlassen wir unser Appartement und fahren wieder einmal mit der Metro Linie 11, jeden Tag kommen wir irgendwann auf dieser Linie durch die Station "Arts et Metiers" und jedesmal fotografieren wir durch die offene Metrotür, weil die Station so besonders aussieht, sie ist total mit Kupfer ausgekleidet und mit Steampunkmotiven verziert, Erinnerungen an Jules Verne. Heute beschließen wir auszusteigen und uns die Station genauer anzusehen, wirklich faszinierend:




Nach genug und ausführlich schauen und fotografieren, fahren wir weiter bis Hotel de Ville:



Wir besuchen ein beeindruckendes Kaufhaus, das BHV Marais, da gibt es eine tolle Designabteilung, ein Heimwerkerparadies (früher ein beliebter Schwulentreffpunkt) im Keller und im obersten Stockwerk eine eigene Sheinabteilung...


Wir gehen rüber zum Rathaus, da steht, wie auch oft vor den Kaufhäusern, ein Typ von der Heilsarmee mit Glocke und Spendenbox (kenn ich nur aus amerikanischen Filmen). 


Wir gehen in den Rathausshop, über den Weihnachtsmarkt und überqueren schließlich die Seine




Jetzt hätten wir wieder einmal Kaffee- bzw. Frühstücksgusto und finden ein zuckersüßes Kaffeehaus und Gott sei Dank ein letztes kleines freies Tischchen, an dem werde ich geparkt und die liebe Juliane holt uns Cafe, Croissant und Pain au Chocolat - französischer und romantischer geht gar nicht (ich liebe Paris - nur für den Fall, dass ich es noch nicht erwähnt habe)





Gut gestärkt gehen wir weiter zu Notre Dame, wir stellen uns aber nicht für eine Besichtigung an, sondern erklimmen die Tribüne gegenüber der beeindruckenden fast fertig renovierten Kirche.




wir verlassen die Insel über die nächste Brücke, sind jetzt am anderen Seineufer und befinden uns sofort auf einem süßen kleinen Weihnachtsmarkt, der Weihnachtsmann persönlich erkundigt sich nach meinem Befinden, das ist großartig und wird noch besser als wir uns Punsch kaufen, den wir im Weiterspazieren trinken, denn hier ist kein Pfand zu bezahlen.



Zurück auf der Insel besuchen wir den romantischen Blumenmarkt "Marche aux Fleurs de Paris"

so eine schöne Metrostation Cite, da
hätte sich ein unterirdischer
Besuch gelohnt



Oh, da drüben gäbe es eine "M. C. Escher - Ausstellung", aber, leider, das geht sich nicht aus.


Dafür gehen wir jetzt an die Spitze der Insel, dort steht eine rieige Trauerweide und es ist so friedlich, ruhig und magisch schön und mitten in der Stadt.




Wir überqueren wieder die Seine
und gehen wieder einmal ins "Samartine" aufs Klo



Wir nehmen die Metro von Pont Neuf (La Monnaie - darum die Münzen!) aus und fahren nach Trocadero und hier ist uns der Eifelturm schon ganz schön nah.




Wir gehen über den Platz und direkt auf den Turm zu, es dämmert schon, und je näher wir kommen umso beeindruckender, dieser Blick, diese Konstruktion, so viele Fotografen, so viele TouristInnen... Ich hab den Eifelturm schon auf so vielen Bildern, in so vielen Filmen gesehen, und trotzdem, ich hab das Gefühl, dass dieses Erlebnis jetzt ganz exklusiv und einmalig, nur ich bzw. wir erfahren dürfen









Als wir unsere Reise geplant haben, war Julianes Frage an mich, ob ich denn gerne auf den Turm rauf möchte und ich war unsicher, ob mir das wichtig ist. Jetzt fragt sie wieder und meine Antwort ist eindeutig JA! Es ist mir wichtig. Wir stellen uns um Karten an, mit Lift kostet € 58,-- pro Person, zu Fuß nur die Hälfte, wir beschließen zu gehen, die Treppe befindet sich im Südpfeiler!
Um 18:00 (so wie zu jeder vollen Stunde) blinken die Lichter, das dürfen wir kurz vorm Aufstieg erleben. Bis zur 1. Etage sind es 364 Stufen, von der 1. zur 2. 381 Stufen, los gehts erst einmal bis zur ersten:







nach uns ausgiebig umsehen, erklimmen wir die Stufen bis zur 2. Etage, weiter geht es für uns heute leider nicht, denn die Spitze ist wegen Nebels gesperrt. Andererseits macht gerade der Nebel auch einen Großteil der Faszinaton aus





Der Blick auf die Stadt ist sowas von spektakulär, Paris im vorweihnachtlichen Lichtermeer, der Triumphbogen so weit weg und doch so riesig groß


Direkt neben uns macht ein Mann seiner Freundin einen Heiratsantrag, sie ist nur mäßig begeistert. Nach viel, viel schauen und staunen begeben wir uns wieder runter in die erste Etage, und die ist richtig groß, neben Souveniershop, einem Konzertsaal, wo gerade ein Candlelightkonzert aufgebaut wird, gibt es auch noch eine Champagnerbar und und und...






Wir begeben uns Stufe für Stufe wieder nach unten und auch von hier fasziniert uns der Turm, die Lichtinstallationen und jetzt auch noch die Spiegelungen im Wasser. Neben uns tummeln sich ein paar Ratten, wir versuchen an Ratatouille zu denken






Wir verabschieden uns vom Eifelturm überqueren die Seine und kommen an der Flamme de la Liberte vorbei, hier liegen viele Blumen, nicht wegen der Flamme, sondern weil wir uns hier außerdem am "Diana Place" befinden, denn man sieht von hier aus zu dem Tunnel, in dem Diana damals verunglückte.





Jetzt gehen wir zur Metro und fahren in unser Viertel, es ist schon ganz schön spät, hoffentlich finden wir noch ein Lokal mit offener Küche und einem freien Tisch, vorsichtshalber kaufen wir uns eine Flasche Sekt (nur für den Fall, dass wir nur was zum Mitnehmen kriegen...)
Aber wir haben Glück, ein freier Tisch in einem französchischen Lokal. zu trinken gibt es "St. Germain Spritz" (<- sehr zu empfehlen), zu essen bestell ich mir ein Boeuf bourguignon, das brennend serviert wird und auch sehr gut schmeckt




Nur noch wenige Schritte und 111 Stufen trennen uns von unserem Bett und einer guten Nacht