Paris ist immer eine gute Idee, behauptet meine Tochter und weil ich ja im Sommer mal kurz Pariser Luft schnuppern durfte und gerne mehr möchte, ist es heute so weit:
Die Nachtzugverbindung wird in fünf Tagen eingestellt und weil ich ja so gerne einmal Schlafwagen fahren wollte, machen wir das jetzt und zwar ordentlich:
Mein Koffer ist gepackt, Tinkabell und ich sind fahrbereit
Ich park mein Auto in der Garage am Bahnhof in St.Pölten und fahr (dank Klimaticket) erst einmal in die falsche Richtung, mein erstes Ziel: Wien Hauptbahnhof
Dort treffe ich mich mit Juliane, wir starten unsere gemeinsame Reise, richtig gemeinsam, mit einem Besuch in der ÖBB Lounge, denn der ist bei den Schlafwagentickets dabei.
Nach einer halben Stunde gemeinsam chillen, gehen wir zum Bahnsteig, unser Zug fährt gerade ein.
Unser Abteil ist schnell gefunden, es ist klein, aber fein, wir haben drei Sitzplätze, also genügend Platz für uns zwei. Wir fahren pünktlich ab, ich freu mich. Für jede von uns gibt es ein Packerl Wasser und ein Sackerl, mit Schlafmaske, Ohrstöpseln, Stoffschlapfen, kleinem Handtuch, Gummizeug, Knabberzeug, einer Frühstücksliste zum Ausfüllen und einem Kugelschreiber.
Wir machen es uns gemütlich und dann kommt der Steward und hat noch ein Geschenk für uns, außerdem erklärt er uns, dass wir ihm läuten sollen, wenn wir die Betten gemacht haben wollen, unsere Frühstücksbestellung nimmt er auch gleich mit.
Na bitte, gehts uns gut, wir haben genug zu Essen und zu Trinken mit und freuen uns auf unsere gemeinsame Reise, die ja schon in vollem Gange ist.
Um 23:00 klingeln wir unserem Steward, der bittet uns kurz auf den Gang und ruck zuck sind die Sitze verschwunden und zwei Betten gemacht, ich darf unten schlafen (weil ich ja zum aus dem Bett fallen neige). Juliane schläft oben, ich hab von Zuhause ein paar Gurten mitgenommen und mit denen bastelt sie sich einen zusätzlichen Rausfallschutz.
Klo ist am Gang (Dusche gäbs auch), Miniwaschbecken haben wir im Abteil - Katzenwäsche geht sich aus.
Gegen Mitternacht liegen wir brav in unseren Betten und lassen uns vom Zug in den Schlaf schaukeln, wir sind schon in München.
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